11 Vorsätze für junge Ehefrauen und Mütter

Als junge Ehefrau und neue Mutter habe ich aus diversen Predigten, Büchern und Tipps älterer Ehefrauen und Mütter diese hilfreichen 11 Vorsätze für mich persönlich verschriftlicht:

1. Sei hingebungsvoll!

Sie tut ihm Liebes und kein Leid ihr Leben lang.“ Sprüche 31,12

Gib dich ganz hin! Werde kreativ darin, wie du deinem Mann etwas Gutes tun kannst. Dekoriere das Haus, koche sein Lieblingsessen, mach ihm kleine Geschenke, überrasche ihn usw. Manipuliere deinen Mann nicht, um das zu kriegen was du willst. Gib ohne Erwartungen! Jesus sieht deine Mühe!

Hingabe in der Kindererziehung beginnt mit viel Geduld und Beständigkeit. Ein Kleinkind das „Nein“ zu lehren ist anstrengend. Es erfordert ständig aufzustehen, dem Kind hinterher zu laufen, es zur Seite zu nehmen, Dinge hundert Mal zu wiederholen. Es ist einfacher, das Kind einfach machen zu lassen und sich einzureden, dass es doch für ein kleines Kind normal sei zu tun was es will (auch wenn es dabei Dinge zerstört oder sich anderen Menschen gegenüber laut und unangemessen verhält). ⇒ Ich will früh damit  beginnen, mein Kind zu trainieren. Kleine Kinder verstehen mehr als man denkt. Ab ca. 6 Monaten kann ein Kind schon anfangen zu lernen!

Was die Gemeinde und andere Menschen betrifft, so suche nach Wegen, Gutes zu tun und zu dienen. Meckere nicht darüber, dass andere nichts tun – tue es selbst!

2. Nimm dich selbst zurück!

Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Galater 2,19+20

Schon in der Ehe aber spätestens als Mutter eines Neugeborenen, das nachts ständig schreit, lernt man, was es heißt, sich und die eigenen Bedürfnisse völlig zurückzustellen. Das ist eine Gnade Gottes, dass er uns durch Beziehungen Selbstlosigkeit lehrt.

Das Galater 2,19-Prinzip, sich selbst für tot (mit Christus gekreuzigt!) zu erachten, hilft mir, um für andere zu leben ohne dabei undankbar oder unglücklich zu werden! Die Versuchung wird oft dazu locken, alles hinzuwerfen und mein Kind in fremde Hände zu geben (Krippe), um sich selbst zu verwirklichen. Aber Christus! Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an.

Auch in einem Ehestreit hilft dieses Prinzip ungemein, die Schuld dafür zuerst bei sich selbst zu suchen und als erster um Vergebung zu bitten.

3. Ordne dich unter!

„Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes.“ Sprüche 31,23

Unterordnung ist sehr herausfordernd! Aber Gott wünscht sich, dass Ehefrauen sich zurücknehmen und ihr Mann Ehre und Verantwortung bekommt. Respektiere seine Entscheidungen und lerne im Hintergrund zu bleiben und ihm den Rücken freizuhalten. Lob und Anerkennung wirst du dafür von Gott und deinem Mann alleine empfangen: „Ihr Mann lobt sie: Es sind wohl viele tüchtige Töchter, du aber übertriffst sie alle.“ (Sprüche 31,28 f.)

4. Suche Gemeinschaft!

„Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern.“ Hebräer 10,25

Du brauchst die Gemeinschaft mit Geschwistern! Besonders als Mama! Stelle Gemeindeveranstaltungen (auch am Abend) nicht zurück, weil dein Kind (aus-)schlafen muss oder unruhig ist.

Werde kreativ: kaufe ein Reisebett und gewöhne dein Baby daran, damit du es überall schlafen legen kannst, auch in der Gemeinde. Gib nicht sofort der Versuchung nach den Gemeindesaal zu verlassen, weil dein waches Baby unruhig wird. Bring genug Spielsachen/Snacks/einen Schnuller mit, um dein Baby ruhig zu halten, während du versuchst der Predigt zuzuhören (selbst wenn du nur 30% mitbekommst ;-)). Je älter dein Kind wird, desto mehr merkt es „wenn Mama der Gottesdienst so wichtig ist, dass sie dort unbedingt sitzen will, dann muss es etwas Tolles sein“.

5. Übe Gastfreundschaft!

„Nach Gastfreundschaft trachtet“ Römer 12,13

Ich will mindestens einen Sonntag im Monat Gäste einladen, auch Geschwister, die ich noch nicht gut kenne und mit denen aller Anfang vielleicht schwieriger ist. Auch unter der Woche will ich spontan Freunde/Gäste zu mir einladen und nicht warten, bis ich selbst eingeladen werde. Meinen Kühlschrank will ich für spontane Besuche gefüllt haben. Unseren Gästen will ich es immer gemütlich machen, indem ich die Wohnung ordentlich halte und ihnen leckere Getränke und Essen/Snacks anbiete. Gastfreundschaft beinhaltet auch, sich zu erkundigen, ob deine Gäste Unverträglichkeiten haben und dementsprechend zu kochen.

6. Sei großzügig!

„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ 2 Korinther 9,7

„Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Bedürftigen.“ Sprüche 31,20

Von meiner eigenen Mutter habe ich gelernt, was Großzügigkeit bedeutet. Sie bringt zu gemeinsamen Mittagessen in der Gemeinde o.ä. immer viel mehr Essen mit, als ihre eigene Familie essen würde. Sie lässt Leute fast nie das Haus verlassen, ohne dass sie noch etwas (zu Essen) mitnehmen. Sie macht gerne Geschenke, sogar an völlig Fremde und spendet viel für die Gemeinde. Wie schnell verfällt man in eine Konsumentenhaltung – das will ich nicht tun! Großzügigkeit erfordert keinen Reichtum, nur Liebe. Jede Frau kann Liebe schenken. ⇒ Ich möchte lernen eine großzüge Frau sein, denn: Nehmen füllt die Hände, aber Geben füllt das Herz.

7. Ermutige!

„Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung.“ Sprüche 31,26

Dein Ehemann braucht deine Anerkennung mehr als von irgendeinem anderen Menschen. Gib ihm jeden Tag positives Feedback. Ermutige ihn Verantwortung zu übernehmen, weil er es auch am besten kann. Hör auf zu nörgeln!

Auch ein Kind sollte von seinen eigenen Eltern am meisten Lob, Anerkennung und Ermutigung erfahren. Hol dir Inspiration aus Gottes Wort! Gott/Jesus richtet so viele positive Worte und Ermutigung an uns Menschen. Er tut das, damit wir sie nirgends anders suchen müssen und zur Ruhe kommen dürfen. Auch dein Kind sollte jeden Tag hören, was es toll gemacht hat. ⇒ Ich will meinem Kind jeden Abend vorm zu Bett gehen sagen, dass ich stolz auf es bin!

8. Sei gnädig!

„Seid aber zueinander gütig, mitleidig und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat.“ Epheser 4,32

Dein Kind wird mit Sicherheit im Laufe seines Lebens viele Fehler machen, z.B Dinge kaputt machen, die dir etwas bedeuten. Manchmal hilft es mehr darüber zu lachen, wenn dein Kleinkind eine Sauerei angerichtet hat, als es auszuschimpfen. Vergiss nicht, du bist auch nur ein Mensch, der selbst Gnade braucht! Auch dein Kind kann mal schlechte Laune haben, übermüdet sein oder schusselig handeln. Übertriebene Strenge und zu viele „Neins“ frustrieren ein Kind. Nutze Strenge gezielt dann, wenn dein Kind wirklich böswillig etwas verbrochen hat, aber dann vergebe ihm.

9. Sei zärtlich!

Drücke deine Zuneigung körperlich aus! An Zärtlichkeiten soll es meinem Kind nie fehlen. Auch meinem Mann will ich versuchen immer zärtlich zu begegnen. Es beginnt mit lieben Worten und einem liebevollen Ton. Wir sind Ehelleute und deshalb will ich meinen Ehemann nie nur wie einen Mitbewohner behandeln, wie es oft irgendwann bei Ehepaaren passiert.

10. Dein Kind ist nicht das Zentrum!

Vorsicht davor, dein gesamtes Leben um die Bedürfnisse deines Kindes zu ordnen! Dein Kind braucht NICHT deine ständige Aufmerksamkeit, es darf gerne lernen auch alleine zu spielen/schlafen/usw.

11. Gib deinem Kind Gottes Wort!

„Der Mensch [oder das Kind] lebt nicht vom Brot [oder der Milch ;-)] allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ Matthäus 4,4

Genauso wichtig, wie dein Kind zu füttern, ist es, es dem Wort Gottes auszusetzen. Das beginnt mit einem authentischen Vorbild! Wenn dein Kind dich selbst nie die Bibel lesen sieht, warum sollte es Gottes Wort für hörenswert erachten? Fange schon früh damit an, eine tägliche Bibelese in den Alltag einzubringen, denn neue Gewohnheiten einzuführen, sobald dein Kind größer ist, wird schwierig. Es muss keine aufwändige Andacht sein, das einfache Vorlesen eines Bibelabschnitts ist realistischer. Ansonsten kannst du bspw. beim Bügeln, während dein Kind spielt, eine Predigt oder eine Hörbibel anmachen. Bete vor und mit deinem Kind und lies ihm biblische Geschichten vor.

 

 

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